Augenspiegel

Plastische Objekte

175

Historische Instrumentensammlung des Johannes-Müller-Instituts für Physiologie

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Augenspiegel mit Etui und vier Zerstreuungslinsen.
Das Prinzip dieses Augenspiegels besteht darin, dass in den Lichtweg des Beobachters über eine transparente, planparallele Platte zusätzliches Licht einer fremden Lichtquelle eingespiegelt und so der Schattenwurf des Beobachters überwunden wird. Die von Helmholtz vorgeschlagene Konstruktion sah auch die Einfügung verschiedener Korrekturgläser vor, um bei fehlsichtigen Patienten den Augenhintergrund scharf abzubilden. Das Futteral des originalen Augenspiegels enthält ein Magazin für 5 Korrekturgläser. Damit hatte Helmholtz für den Augenarzt zugleich auch das Prinzip einer objektiven Methode zur Bestimmung der Brechkraft des Patientenauges vorgegeben.

Augenspiegel
© Humboldt-Universität zu Berlin; Charité: Johannes-Müller-Institut für Physiologie; Christoph Knoch

Theater der Natur und Kunst. Theatrum naturae et artis. Ausstellungskatalog, hg. von Horst Bredekamp, Jochen Brüning, Cornelia Weber, Berlin 2000, S. 171-181

Augenspiegel

1851

Hermann von Helmholtz

3 x 4 x 12,5 cm

intakt

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