Schlitteninduktorium

Plastische Objekte

178

Historische Instrumentensammlung des Johannes-Müller-Instituts für Physiologie

0/30.6

Gerät zur Erzeugung elektrischer Reize auf induktivem Wege. Durch das Ein- oder Ausschalten eines Gleichstromkreises mit einer Primärspule mit wenigen Windungen wird ein magnetisches Feld auf- bzw. abgebaut. In eine Sekundärspule mit hoher Windungszahl wird ein Reizstrom höherer Spannung, aber geringerer Intensität induziert. Die Sekundärspule ist im Versuchsaufbau über Reizelektroden mit einem biologischen Präparat verbunden. Der Abstand zwischen Primär- und Sekundärspule kann auf einem Schlitten aus Holz vermindert werden, um den Reizstrom zu dimensionieren. Zusätzlich kann das Magnetfeld der Primärspule durch einen beweglichen Eisenkern fokussiert werden. Bis in die sechziger Jahre des 20. Jhs. im physiologischen Praktikum verwendet.

Schlitteninduktorium
© Humboldt-Universität zu Berlin; Charité: Johannes-Müller-Institut für Physiologie; Christoph Knoch

Theater der Natur und Kunst. Theatrum naturae et artis. Ausstellungskatalog, hg. von Horst Bredekamp, Jochen Brüning, Cornelia Weber, Berlin 2000, S. 171-181

Schlitteninduktorium

1849

11 x 11 x 60 cm (120 cm ausgezogen)

None

Ereignisse

1862 Erfindung

Emil Dubois-Reymond entwickelt unter Mitarbeit von Ernst Brücke und Carl Ludwig das Schlitteninduktorium, seit 1862 im experimentellen Einsatz.

1872 Ergänzung

Seit 1872 von Helmhotz durch Wagnerschen Hammer als Schaltelement verbessert.