Biografie, Karl Heinrich Schultz-Schultzenstein

Personen

18721

Schultz-Schultzenstein "lieferte Untersuchungen über die Säftebewegung der Pflanzen, glaubte einen Lebenssaft und einen Kreislauf desselben in den Pflanzen entdeckt zu haben und stellte die abenteuerlichsten Ansichten auf. Seine Forschungen über die Physiologie der Pflanzen und Tiere führten ihn zu der Ansicht, daß das tierische Leben kein chemischer Stoffwechsel, sondern ein fortdauernder innerer Wechsel von Erzeugen und Absterben verjüngter Formengebilde (Bildung und Mauser) sei. Seine Verjüngungstheorie wandte er dann auch auf die Pathologie an und suchte sie zu einem vollständigen System der Heilkunst abzuschließen; ja, er machte sogar den Versuch, das Prinzip der Verjüngung auf Psychologie und Moral zu übertragen." (Meyers Konversationslexikon, 1888) Schultz-Schultzenstein publizierte u.a.:Über den Kreislauf des Safts in den Pflanzen (1824); Die Natur der lebendigen Pflanzen (1823; Bd. 2 1828); Natürliches System des Pflanzenreichs nach seiner innern Organisation (1832); Das System der Zirkulation in seiner Entwickelung durch die Tierreiche und im Menschen (1836); Über die Verjüngung des menschlichen Lebens und die Mittel und Wege zu ihrer Kultur ( 1842, 2. Aufl. 1850); Neues System der Morphologie der Pflanzen (1847); Die Verjüngung im Pflanzenreich (1851); Die Verjüngung im Tierreich (1854); Leben, Gesundheit, Krankheit, Heilung" (1863; 2. Aufl. 1873); Die Physiologie der Verjüngung des Lebens im Unterschied von den dynamischen und materialistischen Stoffwechseltheorien (1867).

Prof.

1824 Habilitation für Physiologie, medizinische Botanik und Naturgeschichte an der Berliner Universität;
1825 ao. und 1833 o. Professor der Medizin daselbst

Altruppin (seit 1993 zu Neuruppin) (Ortsnamen A-Z)

1798-07-08

Berlin (Ortsnamen A-Z)

1871-03-22

Studium am medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelm-Institut Berlin 1817-1821 ; Promotion in Berlin 1821