Dermoplastik, Chimango

Plastische Objekte

8094

Zoologische Sammlungen, Museum für Naturkunde Berlin

ZMB 436

Dermoplastik eines Chimango auf einem Baumast, auf Holzsockel montiert.
Der Steuermann Eunom Bernhard Philippi hatte sich dem Direktor des Zoologischen Museums 1840 als geeigneter Naturaliensammler empfohlen. »Von festem Körperbau, an Strapazen gewöhnt, des Meeres kundig, der Sprachen fast aller Seefahrt treibenden Nationen in gewissem Grade mächtig und gewohnt, mit den Küstenbewohnern aller Breitengrade zu verkehren, hat er die meisten Schwierigkeiten schon überwunden, denen andere so oft unterliegen.« Philippi hatte 1838 schon einige Monate auf dem Chiloé-Archipel zugebracht. Die von dort mitgebrachten Sammlungen waren besonders reich an Insekten. Bis zu seinem Tod 1852 sammelte er in fast allen Reichen der Natur für das Zoologischen Museum. HL
Der Chimango gehört zu den häufigsten Greifvögeln der Pampas und des Weidelandes in Südamerika. Die Oberseite des Körpers ist braun, die Unterseite hellgebändert auf zimtbraunem Untergrund. Die Nahrung sucht sich der Chimango meist zu Fuß und verzehrt Insekten, junge Nestvögel und andere Kleintiere, aber auch mitunter Aas und Eier. Dem Weidevieh setzt er sich auf den Rücken, um die Zecken abzulesen.
Das Nest des Chimangos kann auf Bäumen , Büschen oder auf dem Boden stehen und enthält meist 4 rotbraune Eier.

Dermoplastik, Chimango
© Humboldt-Universität zu Berlin, Museum für Naturkunde

Chimango, Milvago chimango

1838-1852

Philippi, Eunom Berhard

Polyborus chimango Vieill 1816 Chile 436 Philippi S.

Etikett am Holzsockel

34,5 x 15,5 x 30,5

Chile (Land)