Kopie eines späthelladischen Metallgefäßes, Nestorbecher

Plastische Objekte

8838

Sammlungen des Winckelmann-Instituts

I 3

Nestorbecher; Kopie (Galvanoplastik) eines späthelladischen Metallfundes aus dem IV. Schachtgrab des Gräberunds A von Mykene (Original im Nationalmuseum Athen). Konischer Becher mit hohem zylindrischem Fuß, breiter Fußplatte und zwei angenieteten "Rollenhenkeln", die zusätzlich noch je eine Stütze in Form eines schmalen durchbrochenen Goldblechs zur Fußplatte besitzen. Auf den oberen Henkelplatten sitzt je eine Taube mit ausgebreiteten Flügeln aus Goldblech. Die Form des heute einmaligen Kelches entspricht in etwa der Beschreibung, die Homer vom Becher des Nestor gibt; daher verlieh Heinrich Schliemann dem Stück diese Bezeichnung. Sechs der fünf Schachtgräber des Gräberunds A von Mykene wurden 1876 von Schliemann entdeckt. (VS)

Kopie eines späthelladischen Metallgefäßes, Nestorbecher
© Humboldt-Universität zu Berlin, Winckelmann-Institut, Thea Henkel; HZK

Theater der Natur und Kunst. Theatrum naturae et artis. Ausstellungskatalog, hg. von Horst Bredekamp, Jochen Brüning und Cornelia Weber, Berlin 2000, S. 80-98

Nestorbecher

um 1912 (Originale 1580-1530 v. Chr.)

H. 14 cm

Griechenland (Land)