Wissenschaftliche Sammlungen

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Sammlungen des Winckelmann-Instituts

Schale, attische Firniskeramik

Erhalten sind ca. ein Drittel der Schalenwand, sowie der Ringfuß vollständig. Der Schalenboden ist von unten her mittig durchgeschlagen. Die völlig mit Schlicker überzogene Gefäßoberfläche ist (soweit erhalten) nahezu unverletzt, nur die Lippe ist leicht bestoßen. Der Übergang vom Fuß zur konkaven Schalenwand markiert eine Ritzlinie. Der innere Schalenboden ist dekoriert: Sechs eingestempelte Palmetten sind durch halbkreisförmige Ritzlinien so miteinander verbunden, dass sich ein sechszackiges Sternenmuster ergibt. Die Einstichlöcher des Zirkels, mithilfe dessen die Verbindungslinien gezogen wurden, sind seitlich der Palmetten noch teils erkennbar. Durch den Defekt ist nicht mehr festzustellen, ob sich in der Mitte eine Palmettenvolute oder auch nur ein einfacher Kreis befand (s. Vergleichsstück). Eingefasst wird das Ornament von einem Kammstrichband. Der Ton ist intensiv orange-rot, hart gebrannt, die Magerung mineralisch fein.
- Julia Tauschwitz

© Humboldt-Universität zu Berlin, Winckelmann-Institut, Felicia Kant

Detailangaben

Eintragstyp Plastische Objekte
ID 57660
Inventar-Nr. D 1288 l
Dokumentation - B.A. Sparkes, L. Talcott, The Athenian Agora XII (1970), S. 131 f Abb. 830 (Form.), Taf. 33 Nr. 830 (Motiv/Form), Taf. 58 Nr. 805 (Motiv)
Sachtitel Schale, attische Firniskeramik
Datierung 350 v. Chr.
Herkunft Art der Erwerbung unbekannt
Beschriftung 1288 l [handschriftlich mit schwarzer Tinte]
Beschriftungsort Außenseite, innerhalb des Standringes
Format Durchmesser: 13,6 cm, Durchmesser Ornamentzone: 9 cm, Durchmesser des Fußes: 7,8 cm, Höhe: 4,5 cm, Höhe des Fußes: 1,3 cm, Höhe Palmette: 0,7 cm, Breite Kammstrich: 0,8 cm, Dicke: 0,5 cm

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