Wissenschaftliche Sammlungen

› Teil-Katalog der wissenschaftlichen Sammlungen

Rarasammlung

Elementarwerk Tab. 87

Tab. LXXXVII aus J.B. Basedows Elementarwerk mit den Kupfertafeln Chodowieckis u.a., hrsg. von Theodor Fritzsch. Dritter Band, Leipzig 1909 [Kritische dreibändige Bearbeitung der 1785 erschienenen zweiten Auflage des Elementarwerks]: "Geschicklichkeit der Tiere". Fortsetzung.
Oben links: "Die Affen beim Kleisterfassen. Der Spürhund, Hühnerhund, Wasserhund und Windhund." Oben rechts: "Die Schweinhetze." Unten links: "Die wilde Katze bei der Falle. Ein Vogel in der Schlinge. Ein Fuchs im Eisen. Der gefangene Fischotter. In der Ferne die Falkenjagd." Unten rechts: "Ein Teil von Dessau mit dem Gestänge des Lachsfanges. Fischer mit einem Zugnetze, Hamen, Angel und mit Reusen." .
Das Kleisterfassen der Affen (im Bildfeld o.l.) ist eine List, sie zu fangen: Die Affen im Baum beobachten, "dass Menschen unter demselben in Gefäßen mit Wasser sich waschen. Sie klettern, wenn sie sich für allein halten, herunter und wollen die gesehene Handlung nachahmen, finden aber eine Materie, wodurch sie ihre Augen verkleistern, so dass sie lebendig [...] gefangen werden." Im Hintergrund der Schweinejagdszene im oberen Bildfeld rechts wird gezeigt, wie ein Jäger aus einem Rudel wilder Schweine ein solches "ruft". "Das stärkste [Schwein] geht hervor, um den Herausforderer im pfeilschnellen Laufe umzuwerfen, rennt sich aber selbst [...] das Eisen in den Leib." Die Funktionsweise der Wildkatzenfalle im Bildfeld u.l. wird so beschrieben: "]...] eine wilde Katze [will] einen Vogel von einer Querstock weglangen [...], vermittelst dessen eine mit einer Last beschwerte Stange aufgestellt ist. Die Näscherin erkennt nicht, dass sie, sobald sie die Querstange wegzieht, zwischen den Stangen wird geklemmt und gefangen werden." Der Fischfang wird im Bildfeld u.r. demonstriert am Beispiel der Süßwasserfischerei am Dessauer Elbufer. Links im Bild und mit der Zahl 1 versehen werden Fische in einem "Zeugnetz" gefangen, das die Fischer und ihre Helfer "an zwei Seiten im Wasser fortziehen". Unter Nr. 2 ist ein Fischer mit Netzbeutel oder Hamen dargestellt, unter Nr. 3 legt ein Fischer Reusen unter Wasser an. "In der Ferne ist ein Teil des Lachsfanges (zu Dessau) sichtbar, worin die Lachse, welche durch enge Löcher dem Strom entgegen hineinschlüpfen, gefangen werden." Unklar bleibt der Titel "Geschicklichkeit der Tiere" zu einer Bildserie, die auschließlich die Gefangennahme und Tötung von Tieren darstellt und in diesem Sinne kommentiert wird.
Legenden von C.H. Wolke in Bd. 2, S. 34; Beschreibung Bd. 2, S. 300-302 (Achtes Buch: Naturkunde)

© Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek

Detailangaben

Eintragstyp Bilddokumente
ID 23217
Inventar-Nr. Philos 2934 Az
Sachtitel Geschicklichkeit der Tiere. Fortsetzung
Datierung 1909 (Reprint)
Hersteller Daniel Chodowiecki
Beschriftung a) Tab. LXXXVII [gedr.] b) Chodowiecki fec. [gedr.]
Beschriftungsort a) Bildran u.M. b) Bildrand u.r.
Format 20 cm x 25,5 cm (Blatt) 15 cm x 20,5 cm (Bild)

Verschlagwortung