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Kunstsammlung

Marmorbüste, Gustav Magnus

Die Büste des Physikers kam vergleichsweise spät in die Gelehrten-Galerie. Nähere Umstände dazu sind derzeit nicht bekannt. Das etwas gedrungene, die Schultern nur knapp anschneidende, unbekleidet wiedergegebene Bruststück ist gleichsam die Leerfläche für den ebenso kompakt angelegten, mächtigen Kopf, an dem zugleich eine überaus sparsame Modellierung auffällt. Zwar hat der Blick durch die Markierung der Pupillen eine Richtung erhalten, aber weder die hohe Stirn, noch die breit ausladende Kinnpartie, noch Wangen oder Kinn sind mit Details überzogen, die die unmittelbare Präsenz des Dargestellten suggerieren könnten. Bemerkenswert ist darüber hinaus die Gestaltung der Frisur mit den zu Büscheln zusammengefassten, mähneartigen Locken, die bis in Details hinein an hellenistische Gestaltungsweisen erinnern, wie man sie etwa beim Alexanderbildnis oder am pergamenischen Fries beobachten kann. (FU)

© Humboldt-Universität zu Berlin, Kustodie, Barbara Herrenkind

Detailangaben

Eintragstyp Plastische Objekte
ID 8358
Inventar-Nr. P 129
Dokumentation Theater der Natur und Kunst. Theatrum naturae et artis. Ausstellungskatalog, hg. von Horst Bredekamp, Jochen Brüning und Cornelia Weber, Berlin 2000, S. 20-37
Sachtitel Magnus
Datierung 1874
Hersteller Eduard August Luerssen
Beschriftung MAGNUS [v. M.]; Ed. Luerssen 7(4) [l. S.]
Format 53 cm (H)

Verschlagwortung