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Phonogramm-Archiv

Das Berliner Phonogramm-Archiv, mit ersten Aufnahmen ab 1900, befand sich bis 1923 im Besitz des Instituts für Psychologie der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität (heute: Humboldt-Universität zu Berlin). Es umfasst mehr als 16.000 originale Phonogramme, die zwischen 1893 und 1943 in verschiedenen Regionen der Welt aufgenommen worden sind. Ergänzt wird diese Sammlung durch ca. 2.000 Schellackplatten mit außereuropäischer Musik. 1934 wurde diese Sammlung dem Museum für Völkerkunde (heute: Ethnologisches Museum - Staatliche Museen Berlin) angegliedert.

Bestände

Ein wesentlicher Bestand sind die Aufnahmen der Phonographischen Kommission, die diese im Ersten Weltkrieg in deutschen Kriegsgefangenenlagern aufgenommen hat. Die Musikaufnahmen wurden mit dem Phonographen auf Wachswalzen aufgezeichnet und befinden sich bis heute im Phonogrammarchiv; die Sprachaufnahmen, die die Phonograpphische Kommission ebenfalls angefertigt hat, wurden mittels Grammophon aufgenommen und befinden sich in Form von Schellackplatten im Lautarchiv der Humboldt-Universität. Die beiden historisch und thematisch eng miteinander verbundenen Sammlungen sollen beide ins Humboldt-Forum in der Rekonstruktion des Berliner Schlosses einziehen.